Eilmeldung: Ineos Energy startet erste großangelegte Offshore-CO₂-Speicheranlage der EU
Ineos Energy hat den Betrieb des Projekts Greensand Future aufgenommen, der ersten großangelegten Offshore-Anlage zur CO₂-Abscheidung und -Speicherung (CCS) der Europäischen Union, 250 km vor der Westküste Dänemarks. Das Projekt nutzt das nahezu erschöpfte Nini-Ölfeld und die zugehörige Siri-Plattform-Infrastruktur, die zuvor jahrzehntelang Öl und Gas förderte. Laut Mads Gade, CEO von Ineos Energy: "Anstatt Öl und Gas aus dem Boden zu holen, injizieren wir stattdessen CO₂ in den Boden." Die Anlage wird 2026 etwa 400.000 Tonnen CO₂ speichern, mit Plänen für eine Steigerung auf 8 Millionen Tonnen pro Jahr bis 2030 – was 40 % des dänischen Emissionsreduktionsziels entspricht. Das Projekt wird von einem Konsortium unter der Leitung des britischen multinationalen Chemieunternehmens Ineos unterstützt und nutzt bestehende Offshore-Infrastruktur wie Plattformen, Pipelines und technisches Know-how aus der Öl- und Gasindustrie. Dies unterscheidet sich von früheren CCS-Initiativen durch die Nutzung bewährter geologischer Formationen, die zuvor Kohlenwasserstoffe enthielten. Niels Schovsbo vom Geologischen Dienst von Grönland und Dänemark bestätigt, dass der Standort "eine vergleichbare Menge CO₂ speichern kann wie das Volumen an Öl und Gas, das dort gefördert wurde". Der operative Zeitrahmen deutet darauf hin, dass CCS-Standorte 10 bis 30 Jahre aktiv bleiben könnten, was langfristige Einnahmequellen für Energieunternehmen schafft. Unmittelbare Reaktionen umfassen Unterstützung von EU-Politikern, die CCS als notwendig zur Erreichung der Netto-Null-Emissionen bis 2050 ansehen, während Umweltgruppen wie Greenpeace Dänemark Bedenken hinsichtlich moralischer Risiken und künftiger Konflikte um Meeresbodenressourcen äußern.